Blütenwanderung im Schwarzwald

Osterdorf 2011 in Oberprechtal

Frühling im Schwarzwald: Osterdorf 2011 in Oberprechtal © AK Tourismus Oberprechtal

Die Reben treiben erstes Grün, Kirschen und Mandeln blühen, in den Bäumen zwitschern allerlei Vogelstimmen, bunte Frühlingsblumen zaubern Farbkleckse in die Wiesen …

Das Frühjahr ist ein Fest für alle Sinne. Wer es nicht erwarten kann, reist jetzt für ein paar Tage ins Markgräflerland oder an den Kaiserstuhl am Westrand des Schwarzwaldes. Hier hält der Frühling als erstes Einzug in Deutschland und zieht dann durch die Wein- und Obstregionen der Ortenau allmählich nach Norden.

Obstbäume in voller Blüte

Am intensivsten lässt sich das Frühlingserwachen auf dem „Markgräfler Wii-Wegli“ erleben. Man wandert in fünf oder sechs Tagen gut 80 Kilometer weit von Weil am Rhein an der Schweizer Grenze bis Freiburg mit dem Frühling nach Norden. Die Tour führt mitten durchs Eggenertal, wo rund 14.000 Kirschbäume blühen. Der Weinwanderweg ist das Richtige für Genießer und Liebhaber des Badischen Weines. Er führt von Winzerort zu Winzerort mitten durch die Weinberge des Markgräflerlandes. Und damit das Genießen leichter fällt, gibt es die Pauschale „Markgräfler Wii-Wegli“: Fünf Übernachtungen mit Frühstück und Gepäcktransfer ab 429 Euro pro Person. • www.wandern-schwarzwald.info.

Intensiv und komprimiert ist die Blüte der rund 14.000 Kirschbäume im Eggenertal südlich von Freiburg auf dem etwa zwölf Kilometer langen „Rundweg Eggenertal“ zu erleben. Er ist mit zwei Kirschen als Symbol ausgeschildert und auch für Kinderwagen geeignet. Auf 658 Metern Höhe thront am Weg Schloss Bürgeln über den Weinbergen des Markgräflerlandes. Von der Schlossterrasse bietet sich bei „Chriesewaie“ (Kirschkuchen) und einem „Viertele“ Gutedel eine herrliche Fernsicht übers Rheintal auf das Elsass und die Vogesen im Westen. Über den aktuellen Stand der Obstbaum-Blüte informieren das „Blütentelefon“ unter Telefon 07635.8249649 und www.eggenertal.de.

Das Markgräflerland, zwischen Rhein und Schwarzwaldbergen, reicht von Freiburg bis Weil am Rhein. Die Weinberge ziehen sich bis zu den Wäldern empor, heimelige Winzerdörfer säumen die Straßen, Äcker und Obstwiesen liegen dazwischen. Namhafte Orte: Staufen, Münstertal, Müllheim, Badenweiler, Kandern. Das Foto zeigt die prachtvolle Kirschblüte im Tal von Feldberg-Niedereggenen. © Erich Spiegelhalter/STG

Von Müllheim aus führt die 14 Kilometer lange „Genusswanderung“ als Rundweg hinauf zum Schloss Bürgeln und zurück in das wirtschaftliche Zentrum des Markgräflerlandes. •  Weitere Infos unter Telefon 07631.801500 und www.muellheim-touristik.de.

Am Kaiserstuhl blühen die „schwarzen Kracher“

Ein heißer Tipp für frühlingssüchtige Naturgenießer ist der Kaiserstuhl westlich von Freiburg. Auf der Südseite des Kaiserstuhls zwischen Achkarren, Oberrotweil und Ihringen blühen in der wärmsten Region Deutschlands auch die Mandelbäume früher als anderswo. Was wann wo am Weg blüht, verrät der Blütenkalender von „Naturgarten Kaiserstuhl“ unter Telefon 07667.906850 und www.naturgarten-kaiserstuhl.de.

Endingen ist das "Kirschendorf" am Kaiserstuhl. Im Frühling blühen hier vor allem rund um den Ortsteil Königschaffhausen zahlreiche Kirschbäume.  © Kaiserstühler Verkehrsbüro Endingen

Endingen ist das „Kirschendorf“ am Kaiserstuhl. Im Frühling blühen hier vor allem rund um den Ortsteil Königschaffhausen zahlreiche Kirschbäume. © Kaiserstühler Verkehrsbüro Endingen

Am Nordrand des Kaiserstuhls führt der 23 Kilometer lange „Kirschbaumpfad“ als Rundwanderweg durch die Kirschenhochburg zwischen Sasbach und Riegel mit ihren süßen „Krachern“. Die „Schwarze Königin“ haben schon viele als „Piemontkirsche“ in zarter Bitterschokolade genossen, ohne es zu wissen. Ihr widmet das „Wein- und Kirschendorf“ Königschaffhausen am letzten Maiwochenende traditionell das „Kaiserstühler Kirschenfest“.

Wer am ersten Sonntag eines Monats kommt, kann von 16 bis 18 Uhr im Kirschenmuseum erfahren, wie einst die „frühen“, „schwarzen“ und „braunen Kracher“ im Mai in Tausenden Spankörben auf die Märkte im Norden verfrachtet wurden. • www.kirschenmuseum-koenigschaffhausen.de

Ortenauer Frühlingserwachen

Die Kirschblüte lässt sich auch auf dem „Durbacher Weinpanorama“ in der Ortenau bestaunen. Der 16 Kilometer lange „Schwarzwälder Genießerpfad“ führt rund um das „Blumen-, Wein- und Fachwerkdorf“ Durbach nördlich von Offenburg. Vom Plauelrainer Köpfle blickt der Genusswanderer auf ein weißes Blütenmeer um das Kirschendorf Ebersweier im Oberrheintal. • Mehr Infos unter Telefon 0781.42153 und www.durbach.de.

In Kappelrodeck, rund 20 Kilometer nördlich von Durbach, lädt das Achertal zu einer „Blütenwanderung“ ein. Der 5,5 Kilometer lange Wanderweg führt durch die von Obstbäumen, Weinbergen und Kastanienwäldern geprägte Landschaft. • Mehr Infos zu den Rundwanderwegen unter Telefon 07842.80210 und www.kappelrodeck-tourismus.de.

Auf der knapp zehn Kilometer langen „Alde Gott Panoramarunde“ tauchen Genusswanderer in die Natur- und Kulturlandschaft am Fuß der Hornisgrinde ein. Das weiße Fachwerkdorf Sasbachwalden liegt malerisch zwischen Weinbergen und Obstwiesen am Fuß der auf über 1000 Meter ansteigenden Bergflanke im nördlichen Schwarzwald. Wilde Wasserfälle, Kastanien- und Buchenwälder machen den „Schwarzwälder Genießerpfad“ besonders im Frühling zu einem abwechslungsreichen Wandervergnügen. • Mehr Infos unter Telefon 07841.1035 und  www.sasbachwalden.de.

Das „Kirschengäu“

Auch am Nordostrand des Schwarzwaldes lässt sich die Kirschblüte ausgiebig erleben. Südwestlich von Pforzheim liegt um Gräfenhausen und Birkenfeld das „Kirschengäu“. Das 153 Hektar große Landschaftsschutzgebiet wird zur Blütezeit ab Mitte April zur Bienenweide und Augenweide für Kirschblütenwanderer. Mitten hindurch ist der Johann-Sixt-Weg ausgeschildert. • Infos unter Telefon 07231.3089306 und www.enzkreis.de.

Buntgeschmückte Reisigbesen als Wegweiser

Wer jetzt am Westrand des Schwarzwaldes unterwegs ist, wird ihnen immer wieder begegnen: bunt geschmückten Reisigbesen. Wo „der Besen ausg’steckt“ ist, laden Winzer und Weinbauern in ihre „Straußen“ ein. Im Innenhof des Weinguts, in Wohnzimmer, Scheune oder Gastraum wird für ein paar Wochen ausgeschenkt, was Keller und Küche hergeben. • Den „Straußenführer“ und mehr Infos zum kulinarischen Schwarzwald gibt es unter Telefon 0761.8964693 oder www.kulinarisch-schwarzwald.info.

Weitere Informationen zum Schwarzwald

Schwarzwald Tourismus GmbH, Info- und Prospekthotline
Habsburgerstr. 132
D – 79104 Freiburg
Telefon: +49.(0)761.89646-93
eMail: prospektservice@schwarzwald-tourismus.info
Web: www.schwarzwald-tourismus.info

(Text + Fotos: Schwarzwald Tourismus GmbH, 03.2015)

 

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