Trotz Auflage durch Nepals Regierung kommen Spendengelder von „Aktion Deutschland Hilft“ direkt an

Nicole Bergmann von den Johannitern bei einer Verteilung in Nepal. ~ Foto: obs/Aktion Deutschland Hilft e.V/Johanniter/Paul Hahn

Allerdings Probleme bei der Materialbeschaffung ~ aktueller Spendenstand: 8,6 Millionen Euro

Die Mitgliedsorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ haben keine Einschränkungen beim Überweisen der Spendengelder nach Nepal. „Die Regierung Nepals hat eine Auflage verfügt, dass internationale Hilfsorganisationen keine neuen Konten für die Hilfsgelder eröffnen dürfen“, sagt Birte Steigert, Pressesprecherin von „Aktion Deutschland Hilft“. „Das hat jedoch keine Auswirkungen auf Organisationen, die schon lange im Land registriert sind und über feste Strukturen verfügen – wie unsere Bündnismitglieder AWO International, ADRA, CARE oder World Vision. Diese können ungehindert Spendengelder für Nothilfe-Projekte einsetzen.“ Die Koordination erfolge unter dem Dach der Vereinten Nationen in Abstimmung mit der nepalesischen Regierung.

Mit dem Geld werden unter anderem Hilfsgüter wie Reis, Öl, Salz, Trinkwasser, Hygieneartikel, Zeltplanen oder Decken eingekauft. Gemäß den Grundsätzen der humanitären Hilfe soll dies möglichst vor Ort im betroffenen Land geschehen, um die lokalen Märkte zu stärken. In Nepal stehen die Helfer jedoch vor großen Problemen: Lokale Lieferanten kommen mit dem Nachschub nicht hinterher, so dass die Einkäufer der Mitgliedsorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ unter anderem auf Indien und Pakistan ausweichen müssen. Um den großen Bedarf decken zu können, müssen auch Hilfsflieger zum Einsatz kommen und weitere Güter nach Nepal bringen – die Überlastung des einzigen internationalen Flughafens erschwert die Einfuhr jedoch immens.

Dennoch finden die erfahrenen Nothelfer des Bündnisses immer wieder Wege, große Mengen an Hilfsgüter zu den Betroffenen zu bringen – eben auch durch die Tatsache, dass die Organisationen über langjährige Strukturen verfügen. Neben den Verteilungen steht auch die medizinische Versorgung der Menschen im Fokus der Nothilfe.

„Aktion Deutschland Hilft“ konnte bislang Spenden in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro für die Menschen in Nepal sammeln. „Das ist ein gutes Ergebnis, um die Nothilfe zu finanzieren“, so Sprecherin Birte Steigert.

SPENDEN

Stichwort: „Erdbeben Nepal“

Spendenkonto: 102030
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 37020500
IBAN: DE62370205000000102030
BIC: BFSWDE33XXX

Spendenhotline: 0900.55102030 (gebührenfrei aus dem dt. Festnetz,. Mobilfunk abweichend)

Website: www.aktion-deutschland-hilft.de

Charity-SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden (10 Euro zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR); alternativ können auch fünf Euro gespendet werden, indem ADH an die 81190 gesendet wird (in diesem Fall gehen 4,83 an Aktion Deutschland Hilft).

Über Aktion Deutschland Hilft e.V.

Aktion Deutschland Hilft ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter dem gemeinsamen Spendenkonto 10 20 30 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und dem Deutschen Spendenrat angehörige Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. • www.aktion-deutschland-hilft.de

(Text + Foto: Aktion Deutschland Hilft e. V., 05.05.2015)

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