Kaiserschmarrn-Workshop in Gastein

Auf der Gamskarkogelhütte des Kaisers liebste Nachspeise zubereiten

Der wohl höchste Kaiserschmarrn-Workshop findet im Sommer in Gastein statt: auf der 2.467 Meter hoch gelegenen Gamskarkogelhütte. Schon Kaiserin Sisi wanderte gerne auf den Gamskarkogel, Europas höchsten Grasberg. In den Genuss eines Workshops zum Kaiserschmarrn wird sie allerdings nicht gekommen sein.

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Die Gamskarkogelhütte ist eine der ältesten Bergsteigerhütten der Ostalpen, sie liegt auf einer Höhe von 2.467 Metern ~ © Gasteinertal Tourismus

Kaiserschmarrn – alleine der Gedanke an die beliebte österreichische Mehlspeise lässt Augen strahlen. Wie man ihn richtig zubereitet, zeigt der Wirt der Gamskarkogelhütte, Gottfried Härtel, seinen Gästen ab dem 24. Juni jeden Mittwoch.

Gemeinsam wird dann eine Stunde lang in seiner kleinen Hüttenküche auf dem holzbefeuerten Tischherd gebacken und der Schneebesen geschlagen.  Grandioses Panorama, eine schöne Bergtour und natürlich die Verkostung sind dabei inklusive.

Mitmachen kann jeder, der sich am Vortag im Tourismusbüro oder direkt bei Gottfried Härtel anmeldet – und der Europas höchsten Grasberg hinaufwandern kann. Preis pro Person: fünf Euro, mit Gastein Card, die jeder Urlauber in seinem Unterkunftsbetrieb bekommt, zwei Euro.

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Auf der Gamskarkogelhütte finden im Sommer Kaiserschmarrn-Workshops statt ~ © Henei Inc.

Viele Wege führen zum Kaiserschmarrn

Zum Workshop auf dem Gamskarkogel führen verschiedene Wanderwege. Je nach Schwierigkeitsgrad und Strecke braucht man für den Aufstieg zwischen 1,5 und 5,5 Stunden. Eines der Teilstücke lässt sich auch mit dem Hüttentaxi zurücklegen.

Oben angekommen bietet sich ein fantastisches Panorama unter anderem mit Blick auf den Dachstein und den Großglockner. Bereits im Jahr 1828 wurde die Schutzhütte auf dem Gamskarkogel auf Bestreben des begeisterten Bergsteigers Erzherzog Johann errichtet. Sie ist damit eine der ältesten, rein zu Bergsteigerzwecken erbauten Hütten der Ostalpen. Später waren vermutlich auch Kaiser Franz Josef und Kaiserin Sisi auf dem Gamskarkogel und vielleicht sogar in der Hütte. Ob man ihnen dort einen Kaiserschmarrn zubereitet hat, ist nicht überliefert. Die Zutaten hätten sie jedenfalls selbst mitbringen müssen – denn die Materialseilbahn, mit der heute Eier, Mehl, Milch und Zucker zum Workshop auf den Berg gelangen, gab es damals natürlich noch nicht.

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Kaiserschmarrn – eine typisch österreichische Mehlspeise ~ © Gasteinertal Tourismus

Ein Schmarrn für den Kaiser oder ein Schmarrn vom Kaiser?

Woher der Kaiserschmarrn eigentlich seinen Namen hat? Dazu gibt es verschiedene Theorien. Eine Möglichkeit ist, dass der Kaiser den „Schmarrn, den der Leopold zusammengekocht hat“ gegessen hat, weil ihn die figurbewusste Sisi lieber nicht wollte. Eine andere Version lautet: Der Kaiserschmarrn war eigentlich ein Kaserschmarrn, zubereitet von einem Kaser (Käser) auf einer Jagdalm extra für den Kaiser. Dem schmeckte das Gericht so gut, dass man es fürderhin Kaiserschmarrn nannte.

Übernachten auf der Gamskarkogelhütte 

Wer auf der Gamskarkogelhütte übernachten möchte, um nach der Zubereitung und dem Verzehr des Kaiserschmarrns sowohl den Sonnenuntergang als auch den Sonnenaufgang erleben zu können, der kann dies in zwei Mehrbettzimmern oder einem Matratzenlager tun (12 bis 26 Euro pro Nacht). • www.gamskarkogelhuette.at

Anmeldung:

Kaiserschmarrn-Workshop auf der Gamskarkogelhütte:

  • Jeden Mittwoch zwischen 24. Juni und 30. September 2015.
  • Anmeldung bis zum Vortag in einem der Tourismusbüros im Gasteinertal oder bei Gottfried Härtel unter wirt@gamskarkogelhuette.at.
  • Preis pro Person: 5 Euro, mit Gastein Card 2 Euro.

(Text + Fotos: Gasteinertal Tourismus GmbH / genböck pr + consult, 29.05.2015)

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