Kogi-Botschafter Máma José Gabriel in Deutschland

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Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Genug ist genug! Das Oberhaupt der Kogi, Máma José Gabriel, macht sich auf, den kleinen Brüdern in Deutschland die Leviten zu lesen …

Die Kogi-Indianer wollen nicht mehr länger zusehen, wie ihre kleinen Brüder die Erde ausbeuten und zerstören. Selbst in ihren Bergen weitab von der Zivilisation leiden sie bereits unter der Klimaveränderung. Sie drohen in ihrer Funktion als Hüter der Erde zu scheitern.

Nun schicken sie Máma José Gabriel, einen Weisen der Kogi, auch der kolumbianische Dalai Lama genannt, nach Deutschland und in die Schweiz.

Máma José Gabriel in Deutschland

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Oliver Driver mit Máma José Gabriel und seinem Enkel in den Bergen Kolumbiens ~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Vom 9.9. bis zum 23.9.2015 reist er mit seinem Freund, dem deutschen Autor und Kaffeeimporteur Oliver Driver durch Deutschland und die Schweiz. In Eberswalde, Wila bei Zürich und Köln wird er Vorträge und Workshops abhalten.

Ziel ist es, gemeinsam voneinander zu lernen in Bezug auf agrarökologische Themen und spirituelle Ansätze in der Produktion von Nahrungsmitteln und auf das Zusammenleben in Gemeinschaften.

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Die Hüter der Erde

Die Kogi sehen sich als die Hüter der Erde. Ihre Heimat, die Sierra Nevada im Nordosten Kolumbiens, nennen sie „El Corazon del Mundo“– das Herz der Welt. Die Weisen der Kogi, die Mámas, haben entschieden, dass ein paar von ihnen den Kontakt zu unserer Zivilisation nach Jahrhunderten der Zurückgezogenheit aufnehmen. Sie können nicht länger mit ansehen, wie wir mit der Natur umgehen. Ihr Wissen und ihre Rituale reichen nicht mehr, um gegen die Zerstörung der Erde durch uns anzukämpfen. Als Hüter der Erde ist es für sie unverständlich, warum die kleinen Brüder, so nennen sie uns, nicht erkennen, dass wir das Leben auf der Erde gefährden. In ihren Augen ist dies so offensichtlich. Sie, die großen Brüder, haben entschieden, uns zu helfen. Und sie bitten uns um unsere Hilfe. Gemeinsam mit uns wollen sie die notwendige Veränderung herbeiführen.

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Máma José Gabriel ~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Máma José Gabriel – der Botschafter der Kogi

Der 77jährige Máma José Gabriel ist der Weise der Kogi-Indianer, der bei seiner Geburt dazu auserwählt wurde, Botschafter seines Volkes nach außen zu sein. Nun kommt er nach Deutschland und berichtet anhand von Projekten wie CAFÉ KOGI oder der Produktion von Pflanzenmehl wie die Kogi dabei im Einklang mit der Natur denken und arbeiten. Dort, wo sie Landwirtschaft betreiben, verbessern sie das Ökosystem. Nur wenn sie der Erde etwas zurückgeben, ist es ihnen erlaubt auch zu nehmen. Dieses „Du gibst mir, ich gebe Dir. Du hilfst mir, ich helfe Dir“ ist das oberste Prinzip, sie nennen es in ihrer Sprache zhighoneshi.

Themen der Workshops

  • Grundlagen der Spiritualität der Kogi
  • Wie funktioniert Landwirtschaft bei den Kogi? Welche Rolle spielen Spiritualität, Opfer, Gebete?
  • Was bedeutet Gemeinschaft für sie? Wie sieht das Zusammenleben aus?
  • Wie haben sie es geschafft, ihre Kultur 500 Jahre lang zu retten?
  • Wie stellen sie sich das Zusammenleben mit unserer Gesellschaft zukünftig vor?
  • Wie werden Entscheidungen getroffen? Von wem?
  • Wie arbeitet man an Projekten wie dem Bau einer neuen Brücke?
  • Wie ist das Projekt CAFÉ KOGI aufgebaut, wie ist es entstanden, warum ist so wichtig für die Kogi?
  • Was fällt Ihnen bei uns in Deutschland auf?
  • Was können wir davon lernen?
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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Die Kogi kaufen ihr Land zurück

Die Kogi haben Plan mit Unterstützung der Regierung und NGOs sowie privaten Unterstützern ihr in den letzten Jahrhunderten geraubtes Land zurückzukaufen. In Frankreich arbeiten der Schauspieler Pierre Richard (Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh) und der Autor Eric Julien, in Großbritannien der Regisseur Alan Ereira und in Deutschland Oliver Driver daran, dies zu ermöglichen. Um all dies zu finanzieren, bauen die Kogi qualitativ hochwertigen Waldkaffee an, den Kenner als hervorragend einschätzen. In Deutschland wird dieser CAFÈ KOGI seit Mai 2015 von der URWALDKAFFEE GmbH verkauft.

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Die Botschaft der Kogi an ihre kleinen Brüder

„Wir sind da, um dieses Gebirge zu beschützen, denn so beschützen wir die Erde und die Welt. Alle Gebirge liegen im Sterben, denn der Kleine Bruder zerstört sie, indem er Kohle und Öl daraus hervorholt und die Erde überwärmt. Wir sind dafür nicht verantwortlich, aber wir leiden darunter.

Wir sind die Großen Brüder, es liegt in unserer Verantwortung, über die Erde und die Welt zu wachen. Wir müssen das Gleichgewicht bewahren, und wir führen dafür die ganze spirituelle und geistige Arbeit aus. Wir sind traurig, zu sehen, dass nicht alle Menschengruppen das tun, was sie tun sollten, um die Erde zu achten. Wir brauchen den Kleinen Bruder, damit er uns hilft. Ihr müsst die Erde und die Welt verstehen lernen. Der Kleine Bruder muss uns helfen, unsere Erde wieder zurückzuerhalten.

Helft uns, das Herz der Welt zu schützen!“

Termine

Eberswalde bei Berlin

  • 11.09.2015 – Tagesworkshop für Unterstützer aus dem Crowdfunding für CAFÉ KOGI
  • 12.09.-13.09.2015 – offener Workshop

Wila bei Zürich

  • 17.09.2015, 19:00 Uhr – Vortrag
  • 18.-20.09.2015, 16:00 Uhr – Workshop (Ende 20.9. um 16:00 Uhr)

Köln

  • 22.09.2015 – Abend-Vortrag
  • 23.09.2015 – Workshop ganztags

Buchung über urwaldkaffee.de

Über die Kogi

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Keine 50 Kilometer von den karibischen Sandstränden entfernt erhebt sich die Sierra Nevada de Santa Marta 5.700 Meter hoch. Ihre Gipfel sind schneebedeckt, zu ihren Füßen ist tropischer Dschungel. Dies ist das Land der Kogi.

Die im äußersten Nordosten Kolumbiens abgeschottet von der Außenwelt lebenden Kogi-Indianer wurden berühmt durch den Film des BBC-Regisseurs Alain Ereira „The Heart of The World: Elder Brother’s Warning“.

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Die Kogi schaffen es nun nicht mehr, das Gleichgewicht zu erhalten, sie wenden sich an ihre „Kleinen Brüder“, an uns, und suchen die Zusammenarbeit. Sie selbst sind die „Großen Brüder“, dem in ihren Bergen liegt das Herz der Erde, sie waren die ersten Menschen. Sie wollen ihre alten Rituale wieder zum Leben erwecken, die wichtig für die Erde sind. Diese Rituale sind an feste Plätze gebunden, ihre alten heiligen Stätten.

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Doch diese Stätten wurden ihnen gestohlen von Spaniern, Siedlern, Guerilla und anderen. Nun gibt es einen Plan mit Unterstützung der Regierung und NGOs sowie privaten Unterstützern (in Frankreich der Schauspieler Pierre Richard) diese Plätze zurückzukaufen.

Um neben Spenden auch selbst Geld für dieses Vorhaben zu verdienen, bauen die Kogi Kaffee mitten in ihren Wäldern an. Die URWALDKAFFEE GmbH unterstützt sie dabei.

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Über Oliver Driver

Oliver Driver, geschäftsführender Gesellschafter der URWALDKAFFEE GmbH, ist Wandler zwischen den Welten. Er begann als Bauingenieur und Führungskraft, wechselte nach 18 Jahren in die Organisationsentwicklung und Coaching, arbeitet als Schamane und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschienen ist sein Leadership-Buch „Das Cappuccino-Prinzip – Das Geheimnis beruflichen Erfolgs“. Er beschäftigt sich mit Tiefenökologie, Prozessen für nachhaltigen Wandel, indigenem Wissen, Schamanismus und Kaffee.

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~ Foto: Oliver Driver / urwaldkaffee.de

Über den Veranstalter, die URWALDKAFFEE GmbH

Die URWALDKAFFEE GmbH ist ein Social Enterprise mit der Vision „Wir verbinden die Herzen der Menschen auf zwei Kontinenten über feinsten Kaffee zu Wohle der Erde.“ Das erste Projekt CAFÈ KOGI wurde nominiert beim Wettbewerb „Gründer-Garage“, der von Google, Volkswagen, 3M, Allianz, der IHK und der Stiftung Entrepreneurship u.a. durchgeführt wird. Neben einem deutlich über fairtrade-Vorgaben liegenden Kaufpreis für den Rohkaffee gehen 20 % der Gewinne als Spende an die Kogi.

Weitere Infos:


(Text + Fotos: Oliver Driver / urwaldkaffee.de, 28.07.2015)

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