Save Posidonia Festival auf Formentera

Save Posidonia Festival ~ Foto: © Archivo ATB

Vom 12. bis 15. Oktober 2017 findet das „Save Posidonia Festival“ auf Formentera statt.

Das Spektakel steht ganz im Zeichen von Sport und Natur: Neben kulturellen Darbietungen freuen sich Besucher auf Umweltworkshops, verschiedene Aktivitäten und viele Informationen rund um das Posidonia Seegras um Formentera und im Mittelmeer.

Die im Laufe des Festivals erzielten Einnahmen sind für das Save Posidonia Project bestimmt: Eine Maßnahme, bei der Patenschaften für die 7.650 Hektar großen Posidonia-Wiesen (Neptungras) vor der Küste Formenteras übernommen werden können.

Alle Programmpunkte des Festivals müssen zur Nachhaltigkeit beitragen. Die Veranstalter sind dazu aufgerufen, folgende Regeln einzuhalten:

  • Bei sportlichen Wettkämpfen, die durch ein Schutzgebiet führen, werden die Teilnehmer entsprechend geschult.
  • Teilnehmer und Animateure müssen sicherstellen, dass die Umgebung aus Dünen, Meer oder Trockenmauern nicht beschädigt werden.
  • Während der Konzerte wird die Verwendung von Lichtquellen, die eine hohe Lichtimmission darstellen, eingeschränkt.
  • Pokale der Wettkämpfe bestehen aus recyceltem Material.
  • Trinkbecher bestehen aus wiederverwendbarem Material.
  • Die Merchandising-Artikel des Festivals werden aus ökologischen Materialien hergestellt.
  • Während aller Events stehen den Organisatoren und dem Publikum Vorrichtungen zur Mülltrennung zur Verfügung.

Alle Veranstaltungen müssen durch das EU-Schutzgebietsnetz Natura 2000 und die für die Küste zuständige Behörde Demarcación de Costas de Baleares genehmigt werden.

Wussten Sie, dass …?

Die Posidonia-Wiese der Balearen ist der langlebigste und größte lebende Organismus der Welt. Er ist acht Kilometer lang und 100.000 Jahre alt. Ein Hektar Posidonia nimmt 1,2 Kilogramm Nährstoffe auf, was dem gereinigten Abwasserzufluss von 200 Menschen entspricht. Ein Hektar Posidonia-Wiese produziert 100.000 Liter Sauerstoff am Tag. Die Posidonia wirkt wie ein „Katalysator für Kohlenstoff“, denn ein Hektar Seegras absorbiert 830 Tonnen Kohlenstoff, während ein tropischer Wald etwa 300 Tonnen pro Hektar aufnimmt. Das ist fast das Dreifache pro Hektar, weswegen ihr Schutz im Hinblick auf den Klimawandel lebenswichtig ist.


(Text + Bild: illesbalears.travel, 28.07.2017)

 

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