Kunst & Kultur,  Südtirol

Vom Filzpatschen bis zum Schaukelpferd

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Foto: Roter Hahn

„Bäuerliches Handwerk 2015“ – „Roter Hahn“-Broschüre dieses Jahr mit drei neuen Künstlern

Der Südtiroler Winter bietet Handwerkern die Möglichkeit, ihre Kunstfertigkeiten in aller Ruhe auszuüben. Während sie im Frühling, Sommer und Herbst vorwiegend körperlich arbeiten, wird die kalte Jahreszeit traditionell für die Herstellung praktischer oder schöner Dinge genutzt – etwa zum Schnitzen oder Filzen.

Die so entstehenden Objekte aus Wolle oder Holz gibt es kein zweites Mal zu kaufen. Es sind Unikate, die stets von Hand und meist mit unbezahlbarem Zeitaufwand gefertigt werden.

In der neuen, kostenlosen Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2015“ finden sich derzeit acht Landwirte, welche die strengen Kriterien des Südtiroler Qualitätssiegels „Roter Hahn“ erfüllen. Wer den Bauern über die Schulter schauen, selbst mitwerkeln oder die Produkte kaufen möchte, findet alle Infos auch unter www.roterhahn.it.

Foto: Die Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2015“ kann gratis unter www.roterhahn.it bestellt werden.

 

Bauer Helmut Hochkofler vom Schneiderhof im Tauferer Ahrntal nutzt jede freie Minute zum Schnitzen. (© „Roter Hahn“/Frieder Blickle)

Handwerklich Kunst aus Holz und Eiern

Seit Ende 2014 dürfen drei weitere Bauern ihre handwerklichen Kreationen mit dem Qualitätssiegel „Roter Hahn“ versehen:

Helmut Hochkofler vom Schneiderhof im Sarntal zieht sich bei Schnee und Eis am liebsten in seine Werkstatt zurück. Dann schnitzt er aus heimischem Holz Wandbilder, Figuren und manchmal auch ein Schaukelpferd.

Stefan Innerbichler vom Tischlerhof im Ahrntal finden Besucher in der kalten Jahreszeit an der Drechselbank. Dort formt er aus Lärchen- oder Fichtenblöcken formschöne Vasen und Schalen.

Mit den Eiern der hofeigenen Gänse vertreibt sich Beatrix Hohenegger vom Gamsegghof im Langtauferertal die langen Wintermonate. Nach dem Ausblasen und Färben erhalten sie filigrane Ornamente, Muster und Verzierungen.

Sorgfalt, Geschick und Geduld

Die Verarbeitung regionaler Naturprodukte auf Südtiroler Bauernhöfen hat eine lange, von Generation zu Generation weitergegebene Tradition: Aus Schaffellen entstanden wärmende Schuhe, aus Holz Schüsseln und Besteck, aus Zweigen Körbe und Rechen. Im Winter erschloss sich Bauersfamilien so eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag in Feld, Stall oder Weinberg.

Immer noch freuen sich die bäuerlichen Handwerker vor allem in der kalten Jahreszeit über Besucher. Herbert Kerschbaumer vom Thalerhof gibt sogar Schnitzkurse, bei Bäuerin Rita vom Amort-Hof lernen Interessierte das Filzen aus erster Hand.

Verlässliche Qualitätsstandards

Wie auch bei ihren anderen drei Säulen „Urlaub auf dem Bauernhof“, „Qualitätsprodukte vom Bauern“ und „Bäuerliche Schankbetriebe“ garantiert die Marke „Roter Hahn“ die Einhaltung von strengen Kriterien. So dürfen nur Materialien verarbeitet werden, die zu 100 Prozent auf einem Südtiroler Bauernhof gewachsen sind. Außerdem müssen die Einzelstücke gänzlich in bäuerlicher Handarbeit gefertigt sein. In der 48-seitigen Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2015“ werden insgesamt acht bäuerliche Künstler sowie deren Produkte präsentiert. Die Höfe öffnen bei Voranmeldung gern für Besucher, Anfahrtsbeschreibungen erleichtern die Anreise.

Gratis-Bestellung der Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2015“ und weitere Infos unter: www.roterhahn.it.

Über das Angebot „Roter Hahn“

Unter der Marke „Roter Hahn“ vereint der Südtiroler Bauernbund 1.600 authentisch geführte Höfe in allen Teilen des Landes. Mit den Produktlinien „Urlaub auf dem Bauernhof“ (gleichnamiger Katalog), „Bäuerliche Schankbetriebe“ (Broschüre „Bäuerlicher Feinschmecker“), „Qualitätsprodukte vom Bauern“ (Broschüre „DelikatESSEN vom Bauern“) und „Bäuerliches Handwerk“ (gleichnamige Broschüre) weisen die Südtiroler den Weg für den Reisetrend der Zukunft: „Roter Hahn“ steht für Qualität und unverfälschtes Reise-Erlebnis. Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol – Brauchtum, Natur und Leben hautnah.

(Text + Fotos: Roter Hahn / Angelika Hermann-Meier PR, 11.12.2014)

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