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Hochragende Tradition: Maibaumaufstellen im Tölzer Land

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Maibaumaufstellen ~ Foto: Tourist-Information Jachenau
Am ersten Mai locken altbewährte Kraftakte, traditionelle Musik und herzhafte Schmankerl in die bayerische Voralpenidylle

Bis zwölf Uhr muss er stehen. Wie? Natürlich nach alter Tradition! Mit Muskelkraft und bis zu 15 Metern langen Stangen, den sogenannten „Zangen“. Rund 30 Lenggrieser packen kräftig an, wenn der Maibaummeister dirigiert, Handgriffe und Techniken zuruft bis der Baum schließlich seine perfekte Position gefunden hat. „Erst dann beginnt das Fest mit traditioneller Blasmusik und bayerischer Gemütlichkeit“, weiß Elisabeth Adlwarth, Betreiberin der Dorfschänke in Lenggries, bei der zum sechsten Mal der ca. 35 Meter hohe, geschälte Maibaum aufgestellt wird. Los geht‘s um 9 Uhr, wenn die frisch geschlagene Fichte bei der Dorfschänke ankommt und geschmückt wird. Doch nicht nur im Flößerdorf Lenggries auch im Rest des Tölzer Landes wird am ersten Mai geschoben, gezogen und gestellt – bis allerorts bunt verzierte Stämme in den weiß-blauen Himmel ragen u.a. in Schlehdorf, Benediktbeuern und der Jachenau. Weitere Termine und Infos unter www.toelzer-land.de.

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Mit vereinten Kräften ~ Foto: Johann Schwaiger
Lederhosen und Dirndl wohin man schaut. Denn Tracht ist Trumpf, wenn der Mai im Tölzer Land seinen feierlichen Einzug hält und Fichte und Co. zum hochragenden Hingucker werden. Schon in der Früh sind die Lenggrieser gespannt auf den Beinen. Denn erst morgens wird der auserwählte Maibaum geschlagen, von Ästen und Rinde befreit und an die Dorfschänke gebracht, wo sein festlicher Schmuck bereits wartet. Eine rund 14 Meter lange handgefertigte Tannengirlande in sattem Grün ziert nach geübten Handgriffen den glatten Stamm. Dann heißt es, alle Kräfte mobilisieren. Ganz ohne technische Hilfsmittel erhebt sich der Riese wieder in den Himmel. Um zwölf ist der Kraftakt vorbei und die Anspannung fällt. „Da der Baum nur alle zwei Jahre gestellt wird, ist es immer wieder aufregend, ob alles reibungslos verläuft“, sagt Elisbeth Adlwarth, die in der Dorfschänke die anschließenden Feierlichkeiten ausrichtet. Auch in der Jachenau wird der Mai ganz traditionell begrüßt. Nach dem Morgen-Gottesdienst zieht die Gemeinde in einer rund einstündigen feierlichen Prozession zum Ortsteil Berg. Von dort geht es zurück zum Gasthof Jachenau, wo ab 13 Uhr der ebenfalls frisch geschlagene Gigant aufgestellt wird.

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Blick auf Lenggries ~ Foto: Gästeinfo Lenggries

Über das Tölzer Land

Das Tölzer Land repräsentiert als Tourismusmarke die 21 Städte und Gemeinden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Region erstreckt sich südlich von München bis zur Tiroler Grenze. Der Starnberger See im Westen, Kochel- und Walchensee im Süden und der Sylvenstein-Stausee im Osten bieten zahlreiche Erholungsmöglichkeiten – ebenso wie Isar und Loisach, die sich als blaue Bänder durch die Bilderbuchlandschaft schlängeln. Der höchste Gipfel ist der Schafreuter (2101 m). Bergbahnen führen sommers wie winters auf den Herzogstand (1.731 m) am Walchensee, auf das Brauneck (1.555 m) in Lenggries und auf den Blomberg (1.248 m), den Hausberg von Bad Tölz.

Weitere Infos: www.toelzer-land.de

(Text + Fotos: Tölzer Land Tourismus / Kunz PR, 16.03.2015)

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